Inhaltsverzeichnis
- 1 - Was passiert mit Fonds in Krisenzeiten?
- 2 - Sind Fonds sicher und was bedeutet "sicher" bei Geldanlagen?
- 3 - Krisensichere Geldanlagen: Was schützt das Kapital wirklich?
- 4 - Sicher investieren in Krisenzeiten: Darauf sollten Sie achten
- 5 - Das DISTINGO Tagesgeldkonto: Sicher und verfügbar in jeder Lage
Was passiert mit Fonds in Krisenzeiten?
Bevor sich beantworten lässt, wie sicher Fonds in der Krise sind, lohnt ein Blick darauf, was bei einem Markteinbruch konkret abläuft.
Wie Fonds auf Markteinbrüche reagieren: historische Beispiele
Ein Fonds folgt dem Markt, in den er investiert. Ein Blick auf den DAX zeigt, was das bedeutet.
Nach dem Platzen der Internetblase verlor der Index zwischen Februar 2000 und Februar 2003 rund 70 Prozent. Erst im Herbst 2007 erreichte der Index wieder sein vorheriges Niveau. In der Finanzkrise 2008 und 2009 ging es um fast 50 Prozent nach unten, die Erholung zog sich bis 2013 hin. Beim Corona-Crash im März 2020 fiel er um rund 40 Prozent innerhalb von vier Wochen, allein am 12. März 2020 über zwölf Prozent an einem einzigen Tag. Diesmal wurde der Verlust nach wenigen Monaten wieder aufgeholt.
Drei Krisen, drei völlig verschiedene Erholungsphasen. Wer im Jahr 2000 auf eine schnelle Rückkehr gesetzt hat, hat sieben Jahre gewartet.
Kursverluste, Volatilität und Erholung: Was wirklich passiert
Solange Sie Ihre Anteile halten, ist ein Kursverlust ein Buchverlust. Er steht im Depotauszug, aber er ist noch nicht eingetreten. Erst der Verkauf macht ihn endgültig.
Schwankungen gehören zum Normalbetrieb. Volatilität ist kein Alarmsignal, sondern der Preis für die Renditechance. Entscheidend ist etwas anderes: Breite Indizes haben sich bisher immer erholt, ein einzelner Fonds muss das nicht. Ein Branchen- oder Themenfonds kann seinen alten Stand nie wieder erreichen.
Sondervermögen: Warum Fonds bei einer Bankenpleite geschützt sind
Hier liegt die gute Nachricht: Der rechtliche Schutz von Fondsvermögen ist klar geregelt.
Fondsvermögen ist nach dem Kapitalanlagegesetzbuch Sondervermögen. Dieses Vermögen haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Kapitalverwaltungsgesellschaft (§ 93 KAGB) und fällt bei einer Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse. Das Verwaltungsrecht erlischt, das Vermögen geht auf die Verwahrstelle über, die es abwickelt und an die Anleger auszahlt (§§ 99, 100 KAGB).
Anders als beim Bankguthaben gibt es dabei keine Obergrenze von 100.000 €. Ihre Anteile gehören Ihnen, unabhängig von der Summe.
Nur schützt dieser Status ausschließlich vor der Pleite des Anbieters. Gegen fallende Kurse, steigende Zinsen oder den Ausfall eines Emittenten im Fondsportfolio hilft er nicht.
Die Frage „Wie sicher sind Fonds in der Krise?“ besteht damit eigentlich aus zwei Fragen. Die juristische ist gesetzlich geregelt, die wirtschaftliche hängt vom Markt ab.
Sind Fonds sicher und was bedeutet „sicher“ bei Geldanlagen?
Sicherheit vs. Rendite: Das magische Dreieck der Geldanlage
Bei jeder Geldanlage stehen drei Ziele im Verhältnis zueinander: Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit. Alle drei zugleich gibt es nicht.
Ein Tagesgeldkonto liefert Sicherheit und Verfügbarkeit, dafür eine überschaubare Rendite. Ein Aktienfonds liefert Renditechance und Verfügbarkeit, aber keine Sicherheit. Wer die Sicherheit von Fonds in Krisenzeiten beurteilen möchte, sollte daher abwägen, welches dieser drei Ziele für die eigene Geldanlage Priorität hat.
Welche Fondsarten sind in Krisenzeiten stabiler als andere?
Geldmarktfonds und Fonds mit kurzlaufenden Anleihen schwanken am wenigsten. Mischfonds federn ab, sind aber kein Garant: 2022 verloren Aktien und Anleihen gleichzeitig an Wert, wodurch auch diese Kombination in einer schwierigen Marktphase Verluste verzeichnete, als sie helfen sollte.
Aktien- und Branchenfonds zeigen die stärksten Ausschläge.
Ein Sonderfall sind offene Immobilienfonds. Ihre Kurse wirken ruhig, doch für Anteile, die nach dem 21. Juli 2013 gekauft wurden, gelten 24 Monate Mindesthaltedauer und zwölf Monate Rückgabefrist. Geringe Kursschwankungen bedeuten hier also nicht, dass Sie an Ihr Geld kommen.
Was Anleger in Krisenzeiten häufig falsch machen
Vier Muster wiederholen sich in allen Krisenzeiten:
Verkaufen am Tiefpunkt. Durch den Verkauf wird aus einem Buchverlust ein realisierter Verlust; eine anschließende Markterholung kann dann nicht mehr genutzt werden.
Alles in einer Anlageklasse. Wer nur Aktienfonds hält, hat keinen Puffer.
Der Notgroschen liegt im Depot. Die Waschmaschine geht ausgerechnet dann kaputt, wenn die Kurse unten sind.
Täglicher Blick auf die Kurse. Er ändert nichts am Depot, kostet aber Nerven und provoziert Kurzschlussreaktionen.
Krisensichere Geldanlagen: Was schützt das Kapital wirklich?
Tagesgeld und Festgeld: Kapitalgarantie und Einlagensicherung
Bei einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto gibt es keine Kurse. Ihr eingezahltes Kapital bleibt nominal erhalten und die gesetzliche Einlagensicherung in der EU schützt Einlagen bis 100.000 € pro Person und Institut.
Der Haken heißt Inflation. Liegt die Inflation über Ihrem Zinssatz, verlieren Sie real an Kaufkraft, auch wenn der Kontostand steigt. Für den sicheren Teil des Vermögens bleibt es trotzdem die verlässlichste Lösung.
Gold und krisensichere Sachwerte: Schutz oder Mythos?
Gold zahlt keine Zinsen und keine Dividende aus. Sein Preis schwankt erheblich, er notiert in US-Dollar, was ein Währungsrisiko mitbringt, und für Lagerung oder ein Schließfach kosten Geld. Beim Kauf verlieren Sie zusätzlich die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs.
Als kleine Beimischung hat Gold seine Berechtigung. Als Sicherheitsbaustein eines Haushalts taugt es nicht, denn der Preis kann genau in dem Moment fallen, in dem Sie Geld brauchen. Für krisensichere Sachwerte insgesamt gilt Ähnliches: Sie sind Sachwerte, keine Garantie.
Diversifikation als wichtigste Schutzstrategie
Streuung über Anlageklassen, Regionen und Branchen senkt das Risiko einzelner Fehlgriffe. Das ist unbestritten.
Doch 2022 hat gezeigt, wo die Grenze liegt. Als Aktien und Anleihen gemeinsam fielen, half die klassische Mischung wenig. Wirklich zuverlässig reduziert nur ein Baustein das Risiko, der gar nicht schwanken kann.
Sicher investieren in Krisenzeiten: Darauf sollten Sie achten
Liquidität sichern: Warum ein Notgroschen unverzichtbar ist
Drei bis sechs Nettomonatsgehälter, jederzeit verfügbar, auf einem Konto ohne Kursrisiko.
Die eigentliche Funktion dieser Reserve wird oft übersehen. Sie verhindert, dass Sie in einer Krise Anteile verkaufen müssen, um beispielsweise unerwartete Ausgaben zu decken. Ein solcher Verkauf in einer ungünstigen Marktphase kann langfristig die Rendite beeinträchtigen.
Ruhe bewahren: Warum Verkaufen in der Krise oft ein Fehler ist
Wer verkauft, macht aus einem Buchverlust einen realisierten Verlust und ist beim Wiederanstieg nicht dabei. Die stärksten Erholungstage liegen erfahrungsgemäß nah an den schwächsten Tagen.
Ein laufender Sparplan wirkt in dieser Phase ebenfalls von niedrigeren Kursen profitieren: Für dieselbe Rate erhalten Sie mehr Anteile.
Geld krisensicher anlegen: Eine Kombination, die sich bewährt
Statt zwischen sicher und rentabel zu wählen, arbeiten viele Haushalte mit drei Schichten:
| Baustein | Zweck | Passendes Produkt |
| Reserve | Unvorhergesehenes, jederzeit abrufbar | Tagesgeldkonto |
| Mittelfristig | Ziele mit Datum in ein bis drei Jahren | Festgeldkonto |
| Langfristig | Vermögensaufbau über zehn Jahre und mehr | breit gestreute Fonds |
Wer so aufteilt, muss die Frage, wie sicher Fonds in der Krise sind, nicht kurzfristig unter dem Eindruck von Marktschwankungen beantworten. Die unteren beiden Schichten fangen den Alltag ab, die obere darf schwanken.
Das DISTINGO Tagesgeldkonto: Sicher und verfügbar in jeder Lage
Wer sich fragt, wie sicher sind Fonds in der Krise, sucht meist nach einem Gegengewicht. Genau diese Rolle übernimmt ein verzinstes Konto ohne Kursrisiko.
Kapital jederzeit verfügbar, ganz ohne Kursschwankungen
Ihr Guthaben bleibt täglich verfügbar, ohne Kündigungsfrist und ohne Mindestlaufzeit. Sie überweisen den Betrag auf Ihr Referenzkonto, fertig. Einen Kurs, der zum falschen Zeitpunkt unten steht, gibt es hier nicht.
Attraktive Verzinsung ohne Marktrisiko
Beim DISTINGO Tagesgeldkonto erhalten Sie attraktive Konditionen ohne Marktrisiko. Die jeweils aktuellen Zinssätze finden Sie auf unserer Website. Die Zinsen werden taggenau berechnet und monatlich gutgeschrieben. Für Eröffnung, Führung und Schließung zahlen Sie nichts.
Wer ein Ziel mit festem Datum hat, kombiniert das Konto mit dem DISTINGO Festgeldkonto: ab 1.000 €.
Einlagensicherung bis 100.000 € durch den französischen Sicherungsfonds
DISTINGO Bank ist die Sparmarke von Banque Stellantis France und untersteht der französischen Aufsichtsbehörde ACPR. Ihr Kapital und Ihre Zinsen sind über den französischen Einlagensicherungsfonds (FGDR) bis zu 100.000 € pro Einleger abgesichert, nach demselben europäischen Standard, der auch in Deutschland gilt.
Das Tagesgeldkonto
Die beste Wahl, um Zinsen zu kumulieren und dennoch frei und flexibel über Ihre Ersparnisse verfügen zu können.
TAGESGELDKONTO ENTDECKENPartagez cet article sur vos réseaux sociaux